Werkzeuge mit Elfenbeingriffen, um 1550–1600
© Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Jürgen Lösel
Bitte beachten Sie die eingeschränkten Öffnungszeiten im Residenzschloss: Renaissanceflügels mit Studiolo: Freitag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr. Paraderäume, Riesensaal und Türckische Cammer sind täglich (außer dienstags) von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Monica Bonvicini und die Werkzeuge des Kurfürsten August von Sachsen

Dialog mit der Schenkung Sammlung Hoffmann

Dieser Hammer hat nichts mit dem profanen Gebrauchsgegenstand zu tun, den wir auf den ersten Blick in ihm zu erkennen meinen. Im Gegenteil: er ist ganz und gar unbrauchbar. Mit dem aufwendig in feinstes Handschuhleder verschnürten „Leather Hammer # 1“ inszeniert die italienische Künstlerin Monica Bonvicini (geb. 1965) ein überaus ästhetisches und sinnliches Schmuckstück, dessen Materialität und Präsentation an Extravaganz, statt an grobe Arbeit denken lassen.

  • Laufzeit 11.03.2020—28.09.2020
Öffnungszeiten

Freitag bis Sonntag 11—17 Uhr

  • Eintrittspreise regulär 14 €, ermäßigt 10,50 €, unter 17 frei, ab 10 Pers. 12,50 €, Audioguide frei

In der Präsentation

In der Präsentation „Weltsicht und Wissen um 1600“ der Dresdner Rüstkammer tritt er in einen Dialog mit den Handwerkzeugen und Messinstrumenten, die Kurfürst August von Sachsen (1526–1586) für seine private Sammlung erwarb. Auch diese Objekte – teilweise aufwendig geschnitzt, geätzt, vergoldet oder mit Elfenbein versehen – waren nicht für den alltäglichen Gebrauch gedacht. Sowohl das zeitgenössische Kunstwerk, als auch die historischen Exponate sind also weniger Gebrauchsgegenstände, als vielmehr Anschauungsobjekte mit vielschichtiger Bedeutung.

© VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Thomas Seidel
Monica Bonvicini, Leather Hammer # 1, 2004 Schenkung Sammlung Hoffmann, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

In der Präsentation

Während Monica Bonvicini den Hammer ironisch überhöht, indem sie die männlich besetzte Symbolik von Potenz, Stärke und Zerstörung durch die erotische Aufladung karikiert, zeichnet die kurfürstliche Sammlung überaus feiner Werkzeuge das lebendige Bild eines Kurfürsten, dessen Herrscherrolle sich auch in seinen vielseitigen Interessen und Betätigungen spiegelt.

© Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Jürgen Lösel
Werkzeuge mit Elfenbeingriffen, um 1550–1600

Die Familie Hoffmann

Die Familie Hoffmann schenkte im März 2018 den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ihre umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst, die rund 1200 Werke umfasst. Ein Anliegen der Schenkung ist es, Werke aus der Sammlung mit den Objekten der unterschiedlichen Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in einen Dialog treten zu lassen und dadurch für die heutigen wie die historischen Exponate andere Betrachtungsweisen und Bedeutungsebenen zu öffnen.

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