Blick in einen Ausstellungsraum
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Jürgen Loesel
Bitte beachten Sie, dass der Ausstellungsbereich "Kurfürstliche Garderobe" bis 1. Oktober 2021 aus betrieblichen Gründen nicht zugänglich ist. Wir danken für Ihr Verständnis.

Gewehrgalerie im Langen Gang im Residenzschloss Dresden

Der Lange Gang gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Renaissance-Architektur in Sachsen. Kurfürst Christian I. ließ die etwa 100 Meter lange Galerie 1588/90 vom Architekten Paul Buchner in Zusammenarbeit mit dem Hofkünstler Giovanni Maria Nosseni erbauen, um das Residenzschloss mit dem neuerrichteten Stallgebäude (dem heutigen Johanneum) zu verbinden.

  • Öffnungszeiten täglich 10—17 Uhr, Dienstag geschlossen
  • Eintrittspreise regulär 14 €, ermäßigt 10,50 €, unter 17 frei, ab 10 Pers. 12,50 €
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Zunächst diente der Gang

Zunächst diente der Gang als Ahnengalerie der Wettiner und wurde 1589 bis 1592 mit einer entsprechenden Bildausstattung des Hofmalers Heinrich Göding und seiner Werkstatt versehen. 1733 wurden große Teile der Feuerwaffensammlung der Rüstkammer in den Langen Gang überführt. Die Idee stammte wohl noch von August dem Starken, doch es war sein Sohn und Nachfolger August III., der das Projekt nach dessen Tod realisierte. Schon damals und bis heute ist die Sammlung von Gewehren und Pistolen eine der bedeutendsten fürstlichen Feuerwaffensammlungen Europas.

© Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Juergen Loesel
Radschlossbüchse (Detail, Schaft und Visier), Georg Geßler, Dresden, 1611

Raumansichten

„Das königliche Leibgewehr auf der Stallgalerie“

„Das königliche Leibgewehr auf der Stallgalerie“ präsentierte Gewehre und Pistolen nach Typus und geographischer Herkunft geordnet. Die Waffen wurden in 18 Schränken in jeder zweiten Bogennische verwahrt und zur Schau gestellt. Sie bildeten einerseits eine repräsentative Sammlung, dienten zugleich aber auch dem Gebrauch. König und Hof verwendeten die etwa 1800 Feuerwaffen regelmäßig für die Jagd und für das sportliche Scheibenschießen. Im Laufe der folgenden zwei Jahrhunderte kamen noch hunderte Feuerwaffen und auch Jagdutensilien sowie Armbruste hinzu.
Beim Bombenangriff 1945 wurden der Bau und die Wandmalereien schwer beschädigt, die Feuerwaffen waren hingegen rechtzeitig ausgelagert worden. Sie wurden nach dem Krieg in die Sowjetunion überführt und 1958/1959 fast vollständig zurückgegeben.

© SLUB, Deutsche Fotothek, Foto: Schönbach
Blick in den Langen Gang, Richtung Westen, 1935

Impressionen

Mit der Wiederherstellung des historischen Raumes

Mit der Wiederherstellung des historischen Raumes und der Kassettendecke kehrt nun eine repräsentative Auswahl von ca. 500 der prachtvollsten Feuerwaffen des 16., 17. und 18. Jahrhunderts aus dem Besitz der sächsischen Kurfürsten in den Langen Gang des Residenzschlosses zurück. Gewehre und Pistolen aus ganz Europa werden in Vitrinen, nach Vorbild der historischen Holzschränke, in chronologisch-geographischer Folge ausgestellt. Eine Anmutung der dichten Aufstellung des „Königlichen Leibgewehrs“ wird im hinteren Teil des Ganges präsentiert, ergänzt durch Ahnenporträts, Turnierbilder und Geweihe, teils aus dem originalen Bestand des Langen Ganges.

© Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Jürgen Lösel
Steinschlossflinte (Detail) Georg Zöffel, Wiesenthal, vor 1705

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