Tasche
© Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Jürgen Karpinski
Bitte beachten Sie die eingeschränkten Öffnungszeiten im Residenzschloss: Renaissanceflügels mit Studiolo: Freitag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr. Paraderäume, Riesensaal und Türckische Cammer sind täglich (außer dienstags) von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Teresa Murak und Meisterwerke der Seiden- und Perlenstickerei

Dialog mit der Schenkung Sammlung Hoffmann

Prozesse des Wachstums und der Verwandlung faszinieren Teresa Murak (geb. 1949) und sind ein konstantes Thema in ihrem Schaffen, in dessen Zentrum Performances stehen. Ihre Objekte und Fotografien sind entsprechend materielle Relikte und Dokumentation von prozessualen Aktionen.

  • Laufzeit 03.07.2020—28.09.2020
Öffnungszeiten

Freitag bis Sonntag 11—17 Uhr

  • Eintrittspreise regulär 14 €, ermäßigt 10,50 €, unter 17 frei, ab 10 Pers. 12,50 €, Audioguide frei

Von diesem Anliegen

Durch die bewusste Verwendung von einfachen organischen Materialien – Erde, Sauerteig, Tuch und immer wieder Samen – verbindet sie sich selbst mit dem Lebenskreislauf von Werden, Wachsen und Vergehen. Von diesem Anliegen zeugen vor allem ihre charakteristischen „Aussaaten“, nahezu rituelle Aktionen, in denen sie auch die Wärme des eigenen Körpers nutzte um Kressesamen auf ihrem Leib zum Keimen zu bringen. Teilweise konservierte sie die entstandenen Formen, wie auch in dem aktuell in der Rüstkammer präsentierten Werk. In unmittelbarer Nähe zu den handgefertigten Meisterwerken der Perlen- und Seidenstickerei treten die Hände als Symbol menschlicher Schöpfungskraft durch eine zweite kreative Energie, die der Natur, in Erscheinung. Für Murak verweisen sie auf das Verständnis des Körpers als Medium eines urzeitlichen Mysteriums und lassen Bezüge zu Fruchtbarkeitskulten auf der ganzen Welt zu.

zwei Handschuhe
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Thomas Seidel
Teresa Murak, Ohne Titel (Handschuhe), 1975/76

Im Dialog mit

Im Dialog mit den kurfürstlichen Prunktextilien und Accessoires wird dagegen in der unterschiedlichen künstlerischen Aneignung von Natur ein gemeinsames Thema sichtbar. Während das zeitgenössische Kunstwerk aus unscheinbarem, einfachsten Material erwächst und die Energie der Natur unmittelbar walten lässt, entsteht die große Lebendigkeit der vegetabilen Motive im 17. Jahrhundert durch die in hohem Grade kunstfertige und geschickte Verwendung kostbarer Seide und einer Fülle winziger Süßwasserperlen.

Tasche
© Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Jürgen Karpinski
Jagdtasche mit Seiden- und Perlenstickerei, Hans Erich Friese, Dresden, ca. 1609

Die Familie Hoffmann

Die Familie Hoffmann schenkte im März 2018 den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ihre umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst, die rund 1200 Werke umfasst. Ein Anliegen der Schenkung ist es, Werke aus der Sammlung mit den Objekten der unterschiedlichen Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in einen Dialog treten zu lassen und dadurch für die heutigen wie die historischen Exponate andere Betrachtungsweisen und Bedeutungsebenen zu öffnen.

Termine

weitere

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Grünes Gewölbe

im Residenzschloss

Kurfürstliche Garderobe

im Residenzschloss

Aufwendig besticktes und verziertes Kleid im Seitenprofil.
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